Bizarr: Künstliche Intelligenz macht White Helmets für Giftgasanschläge verantwortlich

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10. April 2018 0
Die Fassflüsterrer von den White HelmetsDie Fassflüsterrer von den White Helmets Anas Al-Taan Logo of the „Syrian Civil Defense“ – also known as „White Helmets“, 2015
CC BY-SA 4.0

Forscher der Universität Berkeley in Kalifornien haben eine künstliche Intelligenz entwickelt, welche bei der Verbrechensbekämpfung helfen soll. Durch moderne Maschine-Learning-Techniken sollen mit Hilfe einer Datenbank von bereits aufgeklärten Verbrechen Analogien gezogen werden. Mit Hilfe des Vergleichs von hunderttausenden Tathergängen und Täterprofilen sollen unaufgeklärte Fälle überprüft werden. Das System gibt dann eine Reihe wahrscheinlicher Täter aus mit Prozentwerten, wie hoch die Wahrscheinlichkeit nach Berechnungen der KI sind, dass diese Person oder Personengruppe der oder die Täter sind.

„Sie müssen sich das menschliche Gehirn wie eine riesige Datenbank vorstellen. Um eine Entscheidung zu treffen oder eine These aufzustellen folgt es keinen festgeschriebenen Regeln, sondern führt praktisch eine Suche über alle verfügbaren Informationen zum Thema durch und wägt diese Gegeneinander ab. Es entwickelt quasi immer von neuem Regeln in Echtzeit. Je mehr Daten vorhanden sind, desto eher kann es eine Entscheidung treffen. Deswegen tun wir Menschen uns auch so schwer mit einer auswendig gelernten Regel zu arbeiten. Anhand eines Datensatzes kann nichts entschieden werden. Erst wenn wir viele Beispiele in unserem Kopf haben, kann das Gehirn vernünftig arbeiten.“ führt ein Forscher sehr langatmig in das Thema ein.

„Das sind die Grundlagen der modernen künstlichen Intelligenz! Vor kurzen haben wir damit begonnen ein Crime Profiling System (CPS) zu entwickeln. Dabei erschien es uns eine gute Idee nicht nur lokale Verbrechen, sondern auch internationale Konflikte zu analysieren.“

Dabei soll nach Angaben der Forscher das Hauptaugenmerk auf den Krieg in Syrien und die immer wieder kontrovers diskutierten Giftgasangriffe in diesem Krieg gefallen sein.

„Wir haben alle relevanten Daten zum Krieg in das System eingegeben und dann den Computer gefragt, wer am wahrscheinlichsten für die Giftgasanschläge verantwortlich ist. Das Ergebnis hat uns alle schockiert!“

Der Computer habe mit einer Wahrscheinlichkeit von 48,3% vermutet, dass die syrische Zivilschutztruppe „White Helmets“ für die Anschläge verantwortlich sei. Sie erreichte damit die höchsten Werte, knapp vor der „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“. Das Assad Regime kam nur auf einen Wert von 9,5%.

„Das Ergebnis hat uns doch zu denken gegeben, auch wenn wir das Ergebnis plausibel erklären konnten, zeigte sich, dass wir noch viel Arbeit vor uns hatten.“

Nach Angaben der Forscher kommt es in der Kriminalistik häufig vor, dass sich Täter als Zeugen ausgeben, um sich selbst zu schützen. Natürlich spielt es auch eine Rolle, wer wie oft am Tatort zugegen war. „Ist bei einer Mordserie eine Person an allen Tatorten anzutreffen, so ist das ein möglicher Hinweis, dass der betreffende zum Täterkreis gehört. Das System hat hier im Prinzip alles richtig gemacht.“

Die Wissenschaftler bemerkten, dass der Irrtum an einem zu geringen Datenumfang liegen kann. Also erweiterten sie die Daten.

„Entscheidend für die Beurteilung von Personen oder Personengruppen ist nicht nur das Auftreten in den spezifischen Situationen, wie in diesem Beispiel bei den Giftgasanschlägen, sondern natürlich auch die sonstigen Tätigkeiten, das soziale Umfeld, mit wem sie zusammentreffen und zusammenarbeiten, Finanzierungsquellen, Vorgeschichten der handelnden Akteure usw. Uns fiel auf, dass ein Großteil dieser Daten unvollständig war. Wir fügten diese hinzu, also Personen und Organisationen, die mehr oder weniger passiv involviert waren, die USA, Großbritannien, die Gründer der White Helmets deren Rolle in dem Konflikt, sodass die KI errechnen können sollte, zu welchem Zweck die White Helmets in Syrien waren, was mit den lückenhaften Daten der des ersten Versuchs wohl nicht möglich war.“

Also machten die Experten einen weiteren Versuch und siehe da: Das Ergebnis änderte sich signifikant: Statt 48,3% schätzte das System aufgrund der breiteren Datenbasis die Verantwortung der White Helmets nun auf 92,7%. Zu 3,4% Wurde die Verantwortung beim syrischen Regime gesehen.

Die Wissenschaftler der Universität von Berkeley wollten bereits kollektiv Ihre Doktortitel abgeben. Da viel ihnen ein weiterer möglicher Fehler auf: Natürlich hatten sie ausschließlich Berichte über die White Helmets bei Angriffen des Russen oder des irren Assads aufgenommen. Informationen darüber, was die White Helmets machen, wenn die russischen Bomber mal im Hangar aufgetankt werden, standen dem System nicht zur Verfügung. Also machten sich die Weißkittel auf die Suche und fanden – Nichts! Es schien, als würden die White Helmets nur existieren, wenn Giftgas zum Einsatz kommt, wenn der Russe Krankenhäuser und Schulen bombardiert, dann ist er immer sofort zur Stelle. Als würden sie riechen, wo die nächsten Giftgasbehälter runterkommen. Aber sonst? Existiert die Gruppe quasi nicht. Ist wie vom Erdboden verschluckt. Auch in den eroberten Stadtteilen von Aleppo und Ost-Gutha konnte man sie nicht antreffen. Als wären sie weggebeamt worden.

Mittlerweile wurde das CPS Programm von der Universitätsleitung auf direkte Anweisung aus Washington auf Eis gelegt. Offiziell aus Gründen der nationalen Sicherheit.

 

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