Mirzayanovs Buch über Nowichok stürmt die Bestsellerlisten

Fake News - näher an der Wahrheit als die Realität

29. März 2018 0
Gas!Gas!

Nowitchok ist in aller Munde, nicht nur in dem von Sergej Skripal und seiner Tochter, sondern auch von Konsumenten freier, demokratischer, rechtsstaatlicher, vorurteilsfreier usw. Medien. Aber woher kommt dieses Nowichok überhaupt? Nach Informationen unseres investigativen Reporters Frank Müller entspringt es dem Buch eines Mannes namens Vil Mirzayanov. Dieser Mann arbeitete nach eigenen Angaben in einer Fabrik in Usbekistan (Das ist der britische Name für Russland), in welcher chemische Waffen hergestellt wurden. Nach dem Ende des finsteren Sowjetreiches flüchtete er aus seiner Lehmhütte ins gelobte Land über den großen Teich und nahm all seine Geheimnisse über das furchtbare Nervengift mit sich. Damit das ganze nicht umsonst war, erzählte er die Story vom bösen Nervengift auch seiner neuen Mutti, die er auch sofort losschickte, um die Schweinerei in seiner alten Behausung aufzuräumen, allerdings mit der Auflage, dort nicht seine persönlichen Sachen anzufassen und ja nix davon mitzubringen. Uncle Sam, versprach artig zu sein und nur aufzuräumen.

Leider sprang für Vil nichts weiter aus der Sache raus und da es in Amerika keine Lehmhütten gibt, er aber dennoch ein Dach über dem Kopf brauchte, versuchte er sich als Autor.

Er schrieb ein Buch über jenes Novichok, welches noch heute bei Amazon für 6,63 € käuflich erworben werden kann. Und nicht nur das: Da er dem Open-Source-Gedanken viel abgewinnen konnte, enthält sein Buch auch alle Formeln, mit denen jeder Kopfabschneider oder sonstiger Freizeitchemiker sich selbst und andere mit der sagenumwobenen Wunderwaffe vergiften kann.
Mirzayanov hat nämlich seinen Freunden erzählt, dass Novichock aus zwei Komponenten besteht, die völlig harmlos sind und zum Beispiel als Pestizide in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen könnten. Nur gemeinsam entfalten diese ihre tödliche Wirkung. Damit ist auch offensichtlich, warum nur die Russen für die Ermordung von Skripal in Frage kommen: Obwohl es so einfach ist, wie Mirzayanov sagt, ist es bisher noch niemandem gelungen Novichock zu synthetisieren. Was für Russen einfach ist, ist für Menschen aus der westlichen Hemisphäre unmöglich. Das weiß auch Theresa May. Das Intelligenzgefälle merkt man bereits nach den ersten drei Worten, die aus dem Mund der britischen Premierministerin kommen.
Auch die OPCW scheint nicht wesentlich schlauer zu sein. Auch dort gibt es keine Informationen über Novichok. Die tumben „Experten“ dieser internationalen Organisation haben aber herausgefunden, wie sie ihre Unfähigkeit den Stoff selbst zu synthetisieren, übertünchen können: Sie zweifeln seine Existenz einfach an.

Der Popularität von Mirzayanovs Buch schadet das nicht. Freizeitchemiker in aller Welt, die ihre Schwiegermütter loswerden wollen, forschen bereits eifrig in ihren Heimlaboren an neuen Pestiziden.

Aber ohne russische Hilfe ist das wohl aussichtslos.

 

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