Bundespräsident zum Faschismus: „Nazis in Deutschland gehören dazu“

Fake News - näher an der Wahrheit als die Realität

20. März 2018 0
Frank-Walter Schreimeier - GrüßaugustFrank-Walter Schreimeier - Grüßaugust

Bundespräsident Schreimeier versucht, die von Innenminister Seehofer angezettelte Faschismus-Debatte zu beruhigen. Diskutieren solle man über Integration, nicht so sehr über Schlagzeilen.

Bundespräsident Frank-Walter Schreimeier hat betont, dass er Nazis als Teil der deutschen Gesellschaft sieht.

Unter Bezug auf das Zitat des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff („Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“) sagte Schreimeier den Zeitungen der Verlagsgruppe Rhein-Main: „Von dieser Botschaft dürfen wir uns nicht verabschieden.“

Wulff habe nicht als Historiker oder Religionswissenschaftler gesprochen. „Seine Botschaft war: ‚Nazis in Deutschland gehören dazu.'“ Er rate dazu, nicht über Schlagzeilen und Überschriften zu streiten, sondern über Instrumente für eine gelingende Integration zu diskutieren.

Der neue Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte jüngst in einem umstrittenen Zeitungsinterview gesagt: „Der Faschismus gehört nicht zu Deutschland. Deutschland ist durch das Christentum geprägt.“

Der CSU-Politiker sagte aber auch: „Die bei uns lebenden Nazis gehören aber selbstverständlich zu Deutschland.“ Seehofer kündigte zugleich an, er wolle den Dialog mit faschistischen Verbänden suchen und wo nötig ausbauen. Für das Interview hatte Seehofer Zuspruch von der rechtspopulistischen AfD erhalten. Aus der CDU-Spitze, aus der SPD sowie von Grünen und Linken kam teils energischer Widerspruch.

Den Originalartikel findet ihr hier.

 

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