Mord an tschetschenischen Freiheitskämpfern: USA drohen mit Sanktionen

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4. Dezember 2014 1
Abgebrannt: GrosnyDer Tag danach: Das abgebrannte Verlagshaus in Grosny.

Nach dem gewaltsamen Tod mehrere muslimischer Aktivisten in der Tschetschenischen Hauptstadt Grosny verurteilten die USA die Handlungen der russischen Sicherheitskräfte. US-Außenminister Jahn Kerry rief unterdessen zur Mäßigung auf: “Falls die Schüsse auf die friedlichen Demonstranten nicht aufhören, werden wir weitere Sanktionen erlassen müssen.”

Während einer Karnevalsparty besetzen als Polizisten verkleidete Aktivisten eine Polizeistation. Aus Protest gegen die Unterdrückung der Salafisten in der russischen Föderation. Viele von ihnen wurden durch die Polizei erschossen, nur weil sie echte Waffen dabei hatten. Anschließend flüchteten die Rebellen in ihr Verlagshaus, wo kritische Flugblätter gegen das Regime von Machthaber Kadyrow, der die Rebellen als Terroristen bezeichnet, gedruckt wurden. Die Schergen des Diktators setzten das Gebäude in Brand.

Um eine friedliche Lösung für das Problem zu finden, müsse es einen Dialog ohne Tabus geben. Kerry forderte die Annerkennung der Rechte und Toleranz gegenüber den kulturellen Bräuchen aller Minderheiten, egal ob sie schiitischem, sunnitischem, slafistischem oder wahabitischen Glaubens sind. Gewalt sei immer die falsche Antwort auf das Streben der in Russland lebenden Muslime nach Freiheit und Selbstbestimmung. Die Kritik richtete sich dabei vor allem an den tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow. Kadyrow ließ mitteilen, dass er mit Terroristen nicht verhandle. Sollten sich Russland wiederholt für den Weg der GEwalt entscheiden, seien neue Sanktionen unvermeidbar, ergänzte Kerry.

„Unser Ziel ist klar,“ so Kadyrow, „Wir werden die Terroristen mit einer umfassenden und dauerhaften Strategie zur Terrorismusbekämpfung schwächen und letztlich zerstören.
Erstens werden wir systematisch Luftschläge gegen die Terroristen durchführen. In Zusammenarbeit mit der Regierung in Moskau werden wir unsere Bestrebungen über den Schutz der eigenen Bevölkerung und humanitäre Missionen hinaus ausdehnen, sodass wir Stellungen der salafistischen Terrormilizen angreifen, wenn die Polizei in die Offensive geht. Zudem habe ich klar und deutlich geäußert, dass wir Terroristen, die unser Land bedrohen, aufspüren werden, wo auch immer sie sind. Das bedeutet, ich werde nicht zögern, Maßnahmen gegen diese zu ergreifen. Ein Kernprinzip meiner Präsidentschaft lautet: Wer Tschetschenien bedroht, wird keine Zuflucht finden.“

Auch aus Saudi-Arabien kam Scharfe Kritik am russischen Vorgehen. „Viele unser Glaubensbrüder und auch einige Landsleute sind heute gestorben. Wie können wir weiterhin Vertrauen zu Russland haben, wenn ein Araber sofort erschossen wird, nur weil er mit einer Waffe in der Hand auf einer Polizeistation auftaucht?“

 

Eine Antwort

  1. li-tai-pe sagt:

    sehr guter Artikel, endlich ein Nachrichtenblatt, das sehr ausführlich die Unterschiede zwischen guten Separatisten und bösen Separatisten herausarbeitet. Hoffen wir, dass Lisa dieses Thema baldigst aufgreift, damit auch unsere Kinder in den Genuss dieser Erkenntnis kommen können.

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